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Aktuelle Seite: StartseiteGartenarbeit purMischkultur im Gemüseanbau

Gemüseanbau in Mischkultur

Den ersten Teil unseres Beetes hatten wir mit Möhren, Radieschen und Zwiebeln bepflanzt. Das ist bereits eine kleine Mischkultur.  Bei einer Mischkultur werden mehrere Gemüsearten mit verschiedener Reifezeit und Nährstoffbedürfnissen auf einem Beet zusammengesetzt. So werden die Nährstoffe optimal ausgenutzt, ohne dass die Pflanzen in Konkurrenz treten. Dabei spielt die Höhe wegen einer möglichen Verschattung, aber auch diie Wurzeltiefe und Wurzelform eine Rolle.
Neben der Nährstoffausnutzung ist auch die Abwehr von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten ein gewünschtes Ziel einer Mischkultur. In unserem Beispiel schützt der Geruch der Zwiebel die Möhre vor dem Befall mit der Möhrenfliege und umgekehrt vertreibt der Duft des Möhrenkrauts die Zwiebelfliege.

Salat hält Erdflöhe fern und wird gerne zwischen Kohlrabi, Blumenkohl und andere Kohlarten gesetzt, wie man im oberen Bild sieht. Das Aroma des Selleries, der Tomate und auch der Zwiebel wehrt den Kohlweißling ab, dessen Raupen den Kohl kahl fressen.
Zwiebelgewächse haben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine desinfizierende und keimtötende Wirkung. Sie enthalten scharfe Senfölglykoside. So werden Pilzerkrankungen wie Grauschimmel und Mehltau eingedämmt. Neben den Zwiegelgewächsen helfen Gartenkräuter beim gesunden Aufwuchs von Gemüsepflanze, weil sie ätherische Öle enthalten. Aber nicht nur der Geruch wirkt sich vorteilhaft aus. Die Pflanzen geben auch in den Boden Pflanzenwirkstoffe, sogenannte Phytonzide, ab. Die Entstehung und Vermehrung von Mikroorganismen im Boden kann gefördert werden und benachbarte Pflanzen positiv beeinflussen.
Eine geschickte Auswahl von Pflanzen für eine Mischkultur fördert also das Wachstum und den Ertrag im Beet, verhindert Schädlingsbefall undPflanzenkrankheiten und verringert den Einsatz von sogenannten "Pflanzenschutzmitteln".
Es gibt allerdings auch "schlechte" Nachbarn, die zum eigenen Schutz Säure und Gase abgeben, welche unter Umständen die Keimfähigkeit der Samen von benachbarter Pflanze beeinträchtigen können oder deren Wurzeln schädigen. Zum Beispiel sind die Stoffwechselausscheidungen der Petersilie und ihre ätherischen Öle zu aggressiv für die Salatpflanzen und schädigen sie. Wiederum andere Pflanzenarten locken bestimmte Schädlinge, wie Blattläuse, in Massen an. Diese Pflanzenarten gehören nicht zusammen ins Beet.

Eine Mischkultur muss also gut geplant sein. Dazu benötigt man Fachliteratur oder Tipps von anderen Gärtnern.

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