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 Nisthilfen für Meisen

In Kleingärten, Parks, auf Hinterhöfen und Plätzen gibt es auch in einer Stadt genügend Nahrung und Lebensraum für die Meisen und andere Singvögel. In unserer gepflegten und "ausgeräumten" Landschaft fehlen jedoch häufig alte, ausgehöhlte Bäume, in denen Höhlenbrüter wie die Kohlmeise, die Blaumeise und der Star ihre Nester bauen könnten. Daher ist es sinnvoll, diesen Vogelarten zusätzliche Nisthilfen anzubieten. Diese Nistkästen müssen artgerecht gebaut werden.

Dabei gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Die Größe des Einflugloches muss für die jeweilige Vogelart stimmen !
    Diese Größe des Flugloches entscheidet, welche Vogelart in den Nistkasten einziehen wird!

2,8 cm Durchmesser: Blaumeise. Haubenmeise, Sumpfmeise, Tannenmeise
3,2-3,4 cm Durchmesser: Kohlmeise, Wendehals, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper
4,5 cm Durchmesser: Gartenrotschwanz, Kleiber
4,5-5 cm Durchmesser:  Star Sperlingskauz
Das Holz darf nicht mit Holzschutzmitteln behandelt werden.

  • Der Nistkasten muss an einem geschützten Ort angebracht werden, möglichst so, dass schon morgens die Sonne auf den Kasten fällt.

Ist der Nistkasten fertig aufgehängt (das sollte rechtzeitig vor der Brutsaison, also im Januar oder Februar geschehen) dann gilt es, das Brutgeschäft zu beobachten! Im Herbst muss dann der Kasten gesäubert werden um für das nächste Jahr wieder für die nächste Generation unserer gefiederten Wintergäste fit zu sein. Mittlerweile fühlen die sich ja hier so wohl, dass einige das ganze Jahr über in unserer Gegend bleiben und beobachtet werden können!

Wir bauen einen Meisenkasten

Aus dem unten angegebenen Material wird der Kasten zusammengebaut. Die Bretter sind jeweils 15 cm breit und ca. 2 cm dick. Da man 1,50 Meter lange Bretter im Holzhandel nur schwer bekommt, schneiden wir die Teile aus zwei Brettern von 80 bis 120 cm Länge aus! Ihr müsst euch gegenseitig mit dem Material aushelfen und die Bauteile so anordnen, dass möglichst wenig Verschnitt übrigbleibt!

Baumaterial:

  • Ungehobelte Holzbretter
    oder Leimholzbretter
    [Breite 15 cm] [Stärke ca. 2 cm]
  • Klavierband
  • Nägel
  • Schrauben

Werkzeuge:

  • Holzsäge (Fuchsschwanz)
  • grobe Holzfeile
  • Hammer
  • Holzbohrer/Akku-Bohrer
  • Winkel
  • Gliedermaßstab
  • Bleistift

Bastler

Arbeitsanleitung:

1. Nagele ein Seitenteil (1) an die Rückseite (6)!
2. Nagele den Boden (5) an die Rückseite (6) und das Seitenteil (1)!
3. Nagele das zweite Seitenteil (2) an Boden (5) und Rückseite (6)!
4. Bohre mit einem Holzbohrer das Flugloch (7) in die Vorderseite (3). Das Flugloch muss ungefähr 32 mm groß sein! Du kannst das Loch mit vielen kleinen Bohrlöchern bis zur gewünschten Größe aufbohren. Mit einer Rundfeile bringst du es dann in die richtige Form.
5. Nagele nun die Vorderseite (3) an! Pass auf, dass sie nicht zu hoch steht! Das Dach liegt sonst nicht richtig auf. Das passiert auch, wenn du die Oberkante der Vorderseite (9) und die hintere Dachkante nicht  vorher mit einer Holzfeile abgeschrägt hast.
6. Schließlich wird das Dach (4) aufgesetzt! Dazu brauchst du den Leder- oder Gummistreifen (8). Eine Hälfte des Streifens wird auf das Dach genagelt. Die andere Hälfte wird an die Rückseite genagelt! So bleibt das Dach "beweglich" und der Kasten kann geöffnet werden. Mit einem Haken kannst du das Dach feststellen! An Stelle des Leder- oder Gummistreifens kannst du auch Klavierband benutzen!

 

 

Entdecke die Möglichkeiten!
In der Gartenarbeitsschule Wedding (Scharnweberstr. 159) befindet sich eine Holzwerkstatt, in der Nisthilfen gebaut werden können. Es gibt sechs Hobelbänke, so dass die Zahl der gleichzeitig arbeitenden Schüler sinnvoller Weise auf 12 (bis max. 18) begrenzt werden sollte. Die Werkzeuge für diese Schülerzahl sind vorhanden. Die Materialkosten belaufen sich für einen Nistkasten auf ca. 3,50 €. Bitte sprechen Sie die Materialfrage vorher mit uns ab! Sie können das notwendige Baumaterial auch selber besorgen oder wir sind Ihnen bei der Beschaffung behilflich.

Literatur:
SCHILL/SCHLÖTTKE 1983: "Vögel näher betrachtet", Landesbildstelle Berlin, Colloqium Verlag

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