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BÄUME  lassen sich auch im Winter bestimmen

Charakteristisch sind der Habitus - die Wuchsform der Zweige - dir Rinde - die Knospen

Im Winter kann man die Wuchsform, den Habitus eines Baumes sehr gut erkennen. Mit einiger Übung lassen sich Bäume schon von weitem zuordnen. Auch die Form der Zweige, die Farbe der Rinde, der Sitz der Knospen an den Zweigen und die Form und Farbe der Blattknospen sind gut unterscheidbar.

Ein Winterspaziergang bei schöner Sonne ist motivierend und sicher auch gesund. Das genaue Hinsehen wird geübt und bei der Beschreibung wird auch die Sprache geschult. Schüler sind meist überrascht, wie unterschiedlich Bäume auch ohne Blätter aussehen.

     

Tipps für den Unterricht:

Vorbereitung einer  Winterbaum-Rallye

  • Verschaffen Siesich  bereits im Herbst  bei einem Spaziergang einen Überblick über die Baumarten auf dem Schulgelände und der näheren Umgebung. Vielleicht ist auch ein Park in Ihrer Nähe. Fertigen Sie eine Karte des gewählten Gebietes an, die Sie auch für  Übungsaufgaben zur Orientierung in der Schulumgebung nutzen können.
  • Geschickt ist es, eine geeigneten Lerngruppe, vielleicht eine jüngere Klasse, Herbstlaub und Früchte sammeln zu lassen. So wissen Sie, wo welche Bäume stehen und können sie anhand des Laubs bestimmen. Diese Bäum können dann mit Nummern auf die Karte eingetragen werden.
  • Fotografieren Sie dann im Winter geeignete Bäume und laminieren Sie die Ausdrucke. Am besten ist das natürlich an einem sonnigen Tag, wenn vorher gerade Schnee gefallen ist. Mit einer Digitalkamera macht das auch Schülern Spaß.
  • Sollten Sie ein digitales Whiteboard haben, kann man später auch  solch schöne Winterbäume malen lassen.

Die Winterbaumrallye

  • Nun haben Sie das Material für eine ältere Lerngruppe ( ab Klasse 5) zusammen. Sie ihre Schüler mit einem Bild ihres Baumes auf eine Entdeckungs-Rallye gehen zu lassen.
    Dabei üben die Kinder, genau hinzusehen. Ist der Baum entdeckt, muss er in den Umgebungsplan eingetragen werden.
    Die Form des Baumes sollte dann beschrieben werden.
    Zusätzlich können dann noch Wetterdaten, Informationen über die Rinde und die Blattknospen festgehalten werden.
  • Das phänologische Tagebuch
    Wiederholen Sie diese Unterrichtsgänge in bestimmten Abständen und lassen Sie ein phänologisches Tagebuch anfertigen,in dem die Schüler ihre Beobachtungen über Knospen, Blattaustrieb und Blüte notieren.
  • Der Bestimmungsschlüssel für Knospen
    Schneiden Sie 6 bis 8 gut unterscheidbare Winterzweige ab und legen Sie diese zur Gruppenarbeit auf den Tisch.
    Lassen Sie zuerst nur die gleichen Zweige zu Häufchen sortieren. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede bereits wahrgenommen. Erst im zweiten Schritt erhält jede Gruppe 6 Zweige verschiedener Arten, die gezeichnet und/oder beschrieben werden sollen.
     Nun werden die Fachbegriffe eingeführt und ein einfacher Bestimmungsschlüssel angewendet. Gute Schüler können solch einen Schlüssel auch alleine erarbeiten.

  • Knospen mit verbundenen Augen wahrnehmen
    Gegenständigkeit beim Ahorn lässt sich am besten "erfassen". Zweizeiligkeit versteht man schnell, wenn man mit geschlossenen Augen einen Lindenzweig durch die Finger gleiten lässt. Eine wortreiche Umschreibung erzielt nicht den gleichen Effekt.
    Ebenso kann man den Unterschied zwischen der eiförmigen Knospe einer Linde und der kegelförmigen Knospe der Platane besser "begreifen", wenn man dazu die Finger zu Hilfe nimmt.

 

Faltblatt 20_Bäume im Winterbestimmen

Literatur:

  • Gehölzbestimmung im Winter, Bernd Schulz, Ulmer 1999
  • Taschenatlas Knospen und Zweige, Bernd Schulz, Ulmer 2004
  • Bäume-an den Rinden bestimmen  von H. Vaucher, Belser-Verlag 1980
  • Bäume und Sträucher Europas von Oleg Polunin, BLV 197
  • Bäume und Sträucher, Godet-Gehölzführer, Arboris-Verlag 1987
  • Bäume und Sträucher von Gunther Steinbach, Mosaik München 2000
  • Gärten zum Leben und Lernen, Februar 2000
  • Bäume und Sträucher des Waldes, Amann  1954; Neuauflage  2005

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