Menu

Aktuelle Seite: StartseiteNatur erforschenDem Frühling auf der SpurMit Erdspross und Knollen

Frühblüher mit Erdspross oder Knollen

Im Lehrgarten  findet man neben den Zwiebelgewächsen viele weitere Frühblüher:
Neben der bekanntesten Speicherform, der Zwiebel, gibt es zur Überwinterung auch  Erdsprosse und Knollen, die der Wurzel oder dem Spross entstammen können.

Die Schneerose oder Christrose (Helleborus niger)

blüht bereits zwischen Dezember und März und gehört zu den ersten Frühlingsboten. Die Pflanze überwintert  mit einem kräftigen Erdspross, von 10 cm Länge an dem feine Faserwurzeln hängen. Sie gehört zu den  Ranunculaceae. Die Christrosehat ledrige,winterharte und dunkelgrünen  Blätter, die tief eingeschnitten sind und 7-9 Teile haben. Aufgrund ihrer reizenden Wirkung auf die Schleimhäute der Nase  wird sie auch Nieswurz genannt.

Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa L )

Das mit der Christrose verwandte Buschwindröschen  hat ebenfalls einen Erdspross, der waagerecht unter der Erde wächst und an seiner Spitzr neue Knospen bildet, die zu neuen Pflanzen auswächst. Deshalb gibt es immer größere Flächen mit Buschwindröschen. Es gibt weiße und gelb blühende Buschwindröschen.

 SUZ-AB-Frühblüher im Buchenwald

Der Lerchensporn   

Der Lerchensporn gehört ist ein Erdrauchgewächs. Er blüht im Frühling in lichten Laubwäldern und im Gebüsch. Als Speicherorgan besitzt er eine Knolle. Hier sind besonders viele Alkaloide gespeichert, die die Pflanze giftig machen. Seine Blüten bilden endständige Trauben, deren Sporn waagerecht oder leicht hochgestellt ist.
Die Samen des Lerchensporns werden durch Ameisen verbreitet.

 

Krokusse

Krokusse bilden die Gattung Crocus aus der Familie Iridaceae (Schwertliliengewächse). Der Krokus ist eine  aus Südeuropa und Asien stammende Pflanze und hat winterharte, mehrjähriger Knollen.

Er ist eine Steppen-und bei uns Wiesenpflanze.Krokusse sind beliebte Gartengewächse.rokusse bilden einzelne, röhrenförmige Blüten mit  3 Kron- und 3 Kelchblättern gleicher Farbe. Sie besitzen als Schwertliliengewächse stets drei Staubgefäße, der Fruchtknoten ist unterständig, unterhalb der relativ langen Röhre in der Erde verborgen. Blüten und die grasartige Blätter wachsen  aus einer unterirdischen Speicherknolle, die einem Sprossteil entspricht, heran.
Zu den Frühjahrsblühern in den Gärten zählen neben den vielfarbigen Gartenkrokussen der zartviolette Elfenkrokus.
Die Gartenkrokusse heißen botanisch Crocus-Hybriden. Zu ihr zählen etwa 80 Arten, wobei einige im Frühjahr blühen.Der echte Safran wird als Crocus sativus bezeichnet und blüht erst im Herbst.  Aus dieser Krokusart werden die Staubfäden gezupft und getrocknet. Die mühsame Handarbeit bei der Ernte lässt Safran auch heute noch zu den teuersten Gewürzen gehören. 
 

Das Scharbockskraut

Das Scharbockskraut gehört zu den Ranunculaceae. Es ist also ein Hahnenfußgewächs und hat eine 2-3 cm große Blüte  mit den typisch vielen Staubgefäßen. Die Zahl der grünen Kelchblätter liegt zwischen 3-6 (5), die der gelben Blütenblätter zwischen 6 bis 14 (10). Es blüht im März bis April an feuchten, schattigen Stellen und tritt in großer Zahl auf. Die Laubblätter sind glatt und glänzend. Sie sitzen wechselständig am Stängel. Es bildet Wurzelknollen,die zur Blütezeit einen scharfen Saft enthalten. Früher wurde der Saft gegen den Scharbock (heute Skorbut -eine Vitamin C- Mangelerkrankung - genannt) eingenommen. An den Wurzelknollen sind die feinen Faserwurzeln zur Wasseraufnahme.Das

 

Scharbockskraut ist ein wahrer Vermehrungskünstler. Die Wurzelknollen   speichern die Reservestoffe für das nächste Frühjahr. Im nächsten Jahr bildet die Pflanze vermehrt neue Knollen aus. Außerdem bilden sich aber in den Blattachseln noch Brutknollen (Bulbillen), die abfallen und zu neuen Pflanzen auskeimen können. Beides ist eine ungeschlechtliche (vegetative) Vermehrung. Das in Mitteleuropa beheimatete Scharbockskraut ist tetraploid und vermehrt sich nur vegetativ. Bei anderen Unterarten bilden die Blüten auch noch Samen (geschlechtliche Vermehrung).
Eine gute Versuchs- und Beobachtungsanleitung finden Sie in Unterricht Biologie  - Pflanzen züchten und vermehren (UB 274  Mai 2002, S.19).

Zum Anfang