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Welche Farben sind im Herbstlaub?

Kompetenz: Stoffe trennen

Die leuchtenden  Farben des Herbstlaubs entstehen auf zwei Wegen: Zuerst wird das grüne Chlorophyll aus dem Blatt gezogen. Ist es verschwunden, werden Farbstoffe sichtbar, die sonst überdeckt werden: gelbe und orangfarbene farbmoleküle, nämlich die Carotinoide und Xanthophylle. Eine dritte Pigmentgruppe entsteht im Herbst neu: Anthocyane. Sie färben absterbende Blätter in ein sattes Weinrot. Während die Blätter absterben, entzieht der Baum ihnen Nährstoffe, um sie den Winter über einzulagern.

Wir chromatografieren Blattfarbstoffe
Material:

  • Laubblätter
  • Schere
  • Mörser und Pistill
  • Bechergläser
  • Filter
  • Filterpapier
  • Aceton
  • Petrolether

...Und los geht es!

Arbeitsschritte

  1. Zuerst haben wir frisches, grünes Kraut zerschnitten und mit Vogelsand zerrieben, 
  2. ...dann haben wir gelbes Ahornlaub genommen.
  3. Zum Schluss haben wir auch noch rotes Laub zerrieben.   

Zuerst zerreibt man das Material in einem Mörser mit feinem Sand und wenig Aceton. Zum Aufnehmen des Breis gibt man noch etwas Aceton zu und filtert den Sud durch einen Faltenfilter in ein Becherglas. Jetzt stellt man ein rundes Kreidestück in das Becherglas, damit sich die Kreide mit dem Zellextrakt voll saugt. Nach 5 Minuten gießt man 50 ml Petrolether (Waschbenzin oder Brennspiritus) in ein zweites Becherglas und deckt es ab. Dann muss man einige Zeit warten. Am besten macht man den Versuch unter dem Abzug - zur Not am offenen Fenster . Vorsicht !!! Petrolether ist nicht nur brennbar, sondern auch giftig und sollte nicht eingeatmet werden! Die verschiedenen Blattfarbstoffe haben sich getrennt, weil sie unterschiedlich schnell mit dem Petrolether in die Kreide gezogen wurden.

Unser Ergebnis

Auf dem Photo oben siehst du unsere verschiedenen Versuchsansätze. Links unser Extrakt aus dem Herbstlaub mit Waschbenzin. Auf der Kreide siehst du die Auftrennung der Farben. Ganz unten ist ein heller Ring. Das sind die gelben Xantophylle, dann kommt zweimal das grüne Chlorophyll und ganz oben das orange Carotin. In den rechten Versuchen haben wir Möhrensaft in Öl gelöst. Carotinoide sind fettlöslich. Das siehtst du gut an dem orange verfärbten Öl. Fette steigen aber nicht in der Kreide auf, so dass unsere Kreide weiß blieb. Das ist also kein geeignetes Trennverfahren.

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