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Amphibien in unserem Schulgarten-Teich

Beobachtungsprotokoll der kleinen Naturforscher

Es ist Anfang Mai in Berlin und das Wetter ist warm und sonnig. Deshalb wollten wir mal sehen, was die Frösche im Teich machen! Heute waren wir am Teich. Dazu haben wir uns mit Kescher, Kelle, Petrischalen und Untersuchungslupen bewaffnet und sind zum Teich im Schulgarten geschlichen. Vorsichtig haben wir durch die Pflanzen geguckt, denn wir wollten ja niemanden erschrecken!  Erst sahen wir nur trübes, grünes Teichwasser, aber dann ..., schnell haben wir für euch ein Foto gemacht!
Könnt ihr schon jemanden auf dem Bild erkennen?  - Seht mal ganz genau hin! - Richtig! Das sind die beiden Augenpaare eines Froschpärchens. Das ist ein Teichfroschpärchen bei der Paarung. Das Männchen ist viel kleiner als das Weibchen. Es sitzt auf dem Rücken der Partnerin und krallt sich mit einem speziellen Fingerballen fest. Es wartet darauf, dass das Weibchen die Eier ins Wasser ablegt. Dann gibt es seinen Samen ebenfalls ins Wasser. Die beweglichen Samenfäden schwimmen zu den Eiern und befruchten sie. Je nach Art legen die Weibchen mehrere hundert oder tausend Eier, die als Klumpen zusammenhängen und aus einer durchsichtigen Gallertmasse bestehen. Daraus entwickeln sich dann die Kaulquappen. Das Pärchen wollten wir nicht bei seinem Liebesleben stören und sind an eine andere Stelle gegangen. Dort  haben wir unseren Kescher und die Kelle genommen und einiges Interessantes aus dem Teich gefischt.

Zuerst haben wir einen kleinen Frosch gefangen. Hier konnten wir sehr schön sehen, dass ein Frosch vorne 4 Finger hat und hinten 5. Dann holten wir eine Schlammschnecke und  Kaulquappen aus dem Kescher. Mit der Kelle haben wir auch noch Molche erwischt. Rechts kannst du  die Amphibien im Glasbehälter sehen. Deutlich kann man die Molche von den Froschquappen unterscheiden. Wir haben sie direkt vor Ort beobachtet und gezeichnet und danach in den Teich zurückgesetzt.

Entwicklung von Fröschen - Kaulquappen  

 

Überall am sonnigen Teichrand sitzen kleine, schwarze Kugeln mit Schwänzen und wärmen sich im flachen Wasser. Wie aus diesen Kaulquappen Frösche werden sollen, wollen wir beobachten. Wir füllen eine Petrischale mit Teichwasser. Dann fangen wir noch viel mehr Kaulquappen und sehen sie uns genau an.  Unsere Kaulquappen haben einen eiförmigen Körper und einen langen Ruderschwanz.
Auf dem Kopf und dem Körper ist eine längliche Wulst zu sehen. Das ist die Neuralwulst, in der die Nerven verlaufen. Daraus wird sich das Rückenmark bilden. Auf dem linken Bild hebt sich im durchsichtigen Schwanz ganz deutlich die Wirbelsäule ab. Beine sind noch nicht zu sehen.

 

Zwei Wochen später

Wir haben den 24. Mai und wollten sehen, was aus unseren Kaulquappen geworden ist.
Die Kaulquappen sind viel größer geworden. Man kann das gut im Vergleich zur Zahl 100 auf dem Becherglas sehen. Ganz deutlich sind die Augen und das Maul zu erkennen. Sogar die zwei Nasenlöcher sieht man. Sie atmen durch kleine Hautausstülpungen, die neben dem Kopf liegen. Man nennt sie Außenkiemen. Später entwickeln sie sich zurück. Erwachsene Frösche haben Lungen zum atmen, atmen aber auch über ihre feuchte Haut. Die Quappen sind sehr flinke Schwimmer und bewegen sich mit schnellen Ruderschlägen ihres Schwanzes fort. Wenn man genau hinsieht, erkennt man die ersten Ansätze der Hinterbeine.  Der rote Pfeil zeigt darauf.

Nach weiteren 3 Wochen......

ist es Zeit nachzuschauen, was unsere Kaulquappen machen. Es ist bereits Mitte Juni. Wir finden verschieden entwickelte Froschlurch. Frösche Laichen ja nicht alle gleichzeitig. Das erste Exemplar (links) hat gut ausgeprägte Hinterbeine, aber noch keine Vorderbeine. Außerdem hat es einen langen, schmalen Schwanz. Das nächste  Exemplar (unten), das wir gefangen haben, ist schon viel weiter entwickelt. Es hat nicht nur Hinterbeine, sondern auch schon Vorderbeine. Das Schwanzstück ist bereits verkürzt und wird breiter. Später bildet er sich ganz zurück. Jedenfalls ist es so bei den Froschlurchen. Anders ist es beim Salamander. Er ist ein Schwanzlurch und behält lebenslang seinen Schwanz.

Neben den Kaulquappen der Grasfrösche haben wir in unserem Teich auch viele Teichmolche und ihre Larven gefunden. Sie sehen aus, wie kleine Teichdrachen.

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