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Die Wiesenwerkstatt

Wiesen aber auch Wegränder und der Feldrain neben den Getreidefeldern zeigen ab Mitte Mai, im Juni und Juli die schönsten Wildblumen. Blau blüht die Kornblume, Lila die Vogelwicke und Gelb der Rainfarn. Weiß leuchtet die echte Kamille oder die Hundskamille. Am auffälligsten und beliebtesten ist aber der rote Klatschmohn. Selbst in der Großstadt werden Flächen mit Wildblumen angelegt, die oft in Schulnähe liegen.
Mit der Wiesenwerkstatt kann man Kinder auf Entdeckungsreise schicken. Sie können sich in eine Wiese legen, die Augen schließen und beschreiben, was sie hören. So kommt man zu der vielfältigen Insektenwelt einer Wiese. Man kann Kinder aber auch einmal beschreiben lassen, was sie riechen. Dann ist man bei den Pflanzen gelandet. Diese Formen- und Farbvielfalt kann erfasst, skizziert, kartiert und bestimmt werden. Neben alten Techniken, wie dem Anlegen eines Herbariums sind aber auch Photodokumentationen mit dem Smartfon oder kleine Videos vom Besuch einer Hummel auf einer Blüte möglich.

Einbindung in den neuen RLP NAWI Klasse 5/6

 

Lebensraum Wiese

Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit unterscheidet man Feuchtwiesen in Flussauen, Magerwiesen auf sandigen Böden, Fettwiesen auf gut gedüngten Böden oder Salzwiesen am Meer. Entsprechend unterschiedlich sind Flora und Fauna, Trotzdem kann man einen gemeinsamen Grundaufbau beschreiben.

Die Schichten der Wiese

Die Oberschicht ist die Schicht der Blüten
Die hohe Wiesenkräuter nutzen Licht und Wärme zur Blütenbildung. Der Nektar lockt  Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Auf den Blüten lauert auch die räuberische Krabbenspinne. Weitere Tiere sind Bockkäfer, Rosenkäfer, Schwebfliegen, Wespe, Hornisse oder Glühwürmchen.

Die Mittelschicht ist die Blatt- und Stängelschicht
Die Blätter und Halme von Pflanzen sind hier zu finden sind. Dazwischen stehen die Blütenstände der niedrigen Gräser und die Blütenköpfe von Klee und Löwenzahn. Dazwischen bauen Spinnen ihre Netze, wie Kreuzspinne oder Wespenspinne,, um kleine Insekten zu fangen. Dazu gehören Heuschrecke, Wanzen, Zikaden, Blattkäfer, Blattläuse, Marienkäfer, Wiesen-Schaumzikade u.a. Schmetterlinge legen ihre Eier hier an, die sich zu Raupen entwickeln und für Vögel Nahrung bieten.

Streuschicht und Unterschicht
Auf dem Boden der Wiese liebt die so genannte „Streuschicht“. Hier liegen trockene Pflanzenreste. Darüber breiten sich die Blattrosetten und grundständigen Blätter von Kräutern und Gräsern aus. Dadurch ist es hier feucht und schattig. Käfer, Grillen und andere Insekten, aber auch Tausendfüßler, Asseln und Schnecken finden Unterschlupf und legen hier ihre Eier ab. Viele kleine Wirbeltiere finden hierauch  ein Versteck, wie bodenbrütende Vögel (Braunkehlchen, Sumpfohreule), Waldeidechse, Ringelnatter, Kreuzotter, Frosch.

Boden- und Wurzelschicht
Die obere Bodenschicht ist dicht von den Wurzeln der Gräser durchzogen. Die Wurzeln der Kräuter reichen tiefer hinab. Hier ist es feuchter und das Grundwasser wird von den Wurzeln aufgesogen. Außerdem entnehmen die Wurzeln Nährstoffe aus dem Boden. Die Regenwümer lockern den Boden und ziehen Pflanzenreste in ihre Röhren. Der Wurmkot ist nährstoffreich. Erdhummeln, Maulwurfsgrillen und Ameisen, aber auch Wirbeltiere wie der Maulwurf und Mäuse leben ebenfalls in der Bodenschicht.

 SUZ.AB-Stockwerke der Wiese

    

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