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Sortenvielfalt bei Tomaten - Selber Samen abnehmen

Es gibt viele verschiedene Tomatensorten und  nicht alle sind gleich gut zur Herstellung von Ketchup geeignet. Zum Einkochen sind die dicken Fleischtomaten gut geeignet, runde Salattomaten sind oftschnittfester und die leckeren, kleinen Cocktailtomaten wollen einfach so vernascht werden. Es gibt aber noch viel mehr,  inzwischen über 4000 Tomatensorten, die im Laufe der Jahrhunderte durch Züchtung entstanden sind. Während neue Sorten auch nach Haltbarkeit und Transportfähigkeit gezüchtet werden, legte man früher im Eigenanbau Wert auf reichen Ertrag und guten Geschmack. Die Früchte wurden vollreif gepflückt.
Viele Sorten sind wenig bekannt und alte Sorten werden oft vernachlässigt. Es macht Spaß, einmal selbst verschiedene Sorten anzubauen und den Geschmack sonnenreifer Tomaten zu testen.

Alte Sorten erhalten - Saatgut vermehren

Wenn man das probieren will, kann man leicht Saatgut abnehmen. Will man reine Sorten züchten, ist das schwieriger. Dazu muss die Tomatenpflanze unter einer Folie isoliert sein, damit nicht andere Sorten einkreuzen. Tomaten sind Selbstbestäuber, die sich dann  durch Schütteln der Pflanze leicht selbst bestäuben lassen.

Egal, ob man alte Sorten erhalten will oder mal eine leckere Tomate weiterzüchten möchte, Saatgut lässt sich von Tomaten leicht selbst gewinnen.

Die reife Tomate wird halbiert und mit einem Löffel kann man die Kerne entnehmen. Dabei hängt auch viel Schleim an den Samen, deshalb kommen die Samen für 3 Tage in ein Glas. Dort vergärt der Schleim. Aber aufgepasst: bei der Vergärung entsteht auch Kohlenstoffdioxid, also den Deckel täglich lüften, sonst kann das Glas gesprengt werden. Die Samen können unter Wasser abgespült und in einer Filtertüte getrocknet werden. Dann kommen sie in eine Papiertüte, die mit Datum und Sorte beschriftet wird. So können die Samen bis zum nächsten Jahr trocken und kühl gelagert werden.

Im nächsten Jahr können die Samen mit Anzuchterde in Eierkartons oder Tetrapaks auf dem Fensterbrett angezogen werden. Die Erde muss immer schön feucht gehalten werden und bald können die Keimlinge in kleine Töpfchen pikiert werden. Raus ins Freie dürfen sie allerdings erst, wenn die Nachtfröste vorbei sind, denn Tomaten lieben die Wärme.

SUZ-AB_Tomatensamen_reinigen

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