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Aktuelle Seite: StartseiteVom Beet auf den TischBrot für alleGetreide ist ein Gras

Die Grasblüte

Getreide gehören zu den Gräsern. Sie sind durch Züchtung aus den Wildgräsern hervorgegangen. Die meisten Gräser werden windbestäubt. Ihre Blüten sind daher sehr einfach aufgebaut  Die einzelnen Blüten der Gräser sind klein und unauffällig, sie sind aber zu großen,  Blütenständen vereinigt. Auf dem Photo ist die Ähre eines Wildgrases zu sehen. Die Staubbeutel, die an langen Fäden hängen , sind gut zu erkennen.

Aufgabe : Löse mit der Pinzette vorsichtig ein Ährchen ab und lege es unter die Lupe!

Jetzt erkennst du den Aufbau der Grasblüte.

 

 

Eine Einzelblüte besteht aus 3 Staubblättern, einem Fruchtknoten mit zwei großen, federförmigen Narben und zwei farblosen Schüppchen. Sie dienen an einem sonnigen Tag im Juni als Schwellkörper (Lodiculae) und bringen die Blüte zum Öffnen.
Die Spelzen werden nach außen gedrückt, die Staubfäden strecken sich, so dass sie aus der Blüte heraushängen. Dann öffnen sich die Staubbeutelfächer und die Pollen können herausrieseln. Sie werden vom Wind zur Bestäubung anderer Blüten weiter getragen. Hier dienen die federförmigen Narben als gute "Staubfänger".

 

 

 

Die Skizze zeigt eine gestreckte Grasblüte. Immer zwei Blüten sind zu einem Ährchen vereinigt. Sie sitzt zusammen auf einem Vorsprung der Ährenachse an einem winzigen Stiel. Die beiden Blüten und dazwischen eine dritte verkümmerte Blüte werden von der oberen und unteren Hüllspelze eingeschlossen. Die beiden fruchtbaren Einzelblüten sind von den  äußeren Deckspelzen und den inneren Vorspelzen umgeben. Die äußere Spelze ist zu einer langen, stacheligen Granne verlängert.

 

 

 

 

 fb28_01_NW_Aufbau3_Roggenbluete.pdf

Aufbau einer Ähre

Gräser haben einen Fruchtstand, d.h. viele Früchte sitzen zusammen an einer Ährenspindel. Die Körner sind die Früchte. Sie sind umhüllt von schützenden Blättchen, den Spelzen. Daran sitzen die Grannen, das sind lange, harte Haare. Bei Fruchtreife zerfällt die Spindel sehr schnell und die bespelzten Körner fallen zu Boden. Die Spelzen mit den grannen bleiben fest an der Frucht. Einkorn  und Emmer  gehören ebenso wie Dinkel zu den Spelzgetreiden: Die Körner bleiben auch nach dem Dreschen fest von den Spelzen umhüllt und müssen in einem weiteren Arbeitsgang entfernt werden. Das war sehr mühsam.
Wie sie früher entspelzt wurden, damit hat sich ein Projekt beschäftigt, das der SWR dokumentiert hat. 
http://www.swr.de/steinzeit/html/_Ernten_Entspelzen.html

Deshalb hat man bei der Getreidezüchtung darauf geachtet, das die Spindel nicht so schnell zerfällt. So kann man das Getreide besser ernten. Moderne Getreidesorten zerfallen nicht so schnell, aber Sorten wie der Weizen entspelzen sich dafür von allein.

 Verschieden Formen der Fruchtstände bei Gräsern

fb28_01_NW_Aufbau1_Suessgras.pdf

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