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Zwiebeln anbauen

Zwiebeln kann man ab Februar oder März aussäen. Dazu muss man aber frisches Saatgut nehmen, weil Zwiebelsamen schnell dir Keinkähigkeit verlieren. Oft werden sie aberab März als kleine Steckzwiebeln ins Beet gesetzt. In Mischkultur kann man Zwiebeln gut mit Möhren, Pastinaken, Roten Beten oder Salat kombinieren. Sie wollen zur Bodenlockerung gehackt werden und brauchen wenig Dünger.
Steckzwiebeln haben einen  Einzelabstand von 10 cm und einen Reihenabstand von 20 – 25cm. Deshalb wird der Reihenzieher auf einen Abstand von 20 cm eingestellt und im Schülerbeet Querreihen gezogen. Steckzwiebeln werden hoch gepflanzt, 1/3 des Bäuchleins soll aus dem Boden ragen.

Aber wo ist oben?

An dem kleinen Zipfel vom Rest der Sprossachse ist oben zu erkennen.

Zwiebelgewächse

Die Küchenzwiebel heißt botanisch Allium cepa. Die Zwiebel- oder Lauchgewächse (Alliaceae) sind einkeimblättrig.Die Gattung Allium umfasst etwa 260 Arten, neben der Küchenzwiebel gehören auch Schalotten, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Porree, Schnittlauch oder Bärlauch dazu. Ihnen ist gemeinsam, dass sie schon lange einen Platz in der Küche haben und aufgrund ihrer Inhalststoffe sehr gesund sind.

Wir untersuchen eine Küchenzwiebel

Hier beginnt eine geerntete Zwiebel aus dem letzten Jahr auszutreiben. Nimm so eine Zwiebel und teile sie mit dem Messer längs.
Untersuche die Zwiebel und fertige eine Skizze dazu an! Was findest du darin alles?

Beschrifte deine Skizze!

In der linken Abbildung siehst du, wie eine Zwiebel auswächst. Bei deiner Zwiebel ist die Sprossachse noch vollständig  gestaucht, d.h. alle Blätter sind zusammengeschoben und liegen ineinander.
Der Spross verdickt sich zu einem Zwiebelkuchen. Auf diesem sitzen außen schuppenförmige und innen und röhrenförmige Blätter.
Die Unterblätter sind stark verdickt und haben eine Speicherfunktion. Die oberen Blätter sind röhrenförmig und treiben aus. Sie werden grün und betreiben Photosynthese. Vom Zwiebelkuchen nach unten weg treiben sprossbürtige Wurzeln aus. Diese Wurzeln ziehen die Zwiebel tiefer in den Boden, wo sie bis ins nächste Jahr überwintert. Zwischen den Blättern entwickeln sich in den Sprossachseln Tochterzwiebeln.
Im 2. Jahr treibt der Spross zu einer langen Sprossachse aus und bildet Blüten zur generativen Vermehrung.

Warum man beim Zwiebelschneiden weint

Die Zwiebelzelle enthält in ihrem Zellplasma den Stoff Iso-Alliin. Das ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Im Zellsaftraum (Vakuole) ist das Enzym Allinase. Beim Schneiden wird die Zwiebel verletzt und beide Stoffe kommen zusammen. Es entsteht ein stark richendes Gas, dass die Augen tränen lässt.
Entweder, man schneidet Zwiebeln unter Wasser oder mit einer Schutzbrille oder man lässt die Tränen laufen. Das reinigt auch die Augen, bloss mit den Händen darin reiben, sollte man vermeiden.

Der Zwiebelsaft ist auch stark desinfizierend und hilft gegen Insektenstiche.

 

Zwiebeln fein würfeln

Zwiebel halbieren und dann die braune Schale entfernen.Jetzt kannst du die halbe Zwiebel flach auf ein Brett legen und sie in feine Streifen schneiden.Im dritten Arbeitsgang werden sie noch gewürfelt. Jetzt sind sie fertig für den Salat oder den Quark.

Versuch zur Plasmolyse
bei Zellen der Roten Zwiebel

Rote Zwiebelzellen eigenen sich besonders gut, wenn du den Zellsaftraum (Vakuole) beobachten willst. Sie ist ganz mit rotem Zellsaft gefüllt. Gibst du eine konzentrierte Salz- oder Zuckerlösung auf das Zellpräparat, dann schrumpft die Vakuole, weil Wassermoleküle herausgezogen werden.

1. Material

Mikroskop, Objektträger, Deckgläschen, rote Zwiebel, destilliertes Wasser, Na-Cl- Lösung, Pinzette, Messer 

2. Durchführung: 

Eine rote Küchenzwiebel wird geviertelt und auf der Innenseite einer Zwiebelschuppe wird mittels einer Rasierklinge ein Dreieck eingeritzt . Für die Beobachtungen der Plasmolyse entfernt man Epidermiszellen aus der Zwiebel. Mit einer Pinzette wird das Häutchen vorsichtig abgehoben und in einen Tropfen Wasser auf einem Objektträger gebracht. Die Auflage des Deckglases erfolgt über einen schrägen Ansatz mit langsamer Absenkung, so dass keine Bläschenbildung erfolgt.

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