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Rund um die Kartoffel

Die Kartoffelpflanze

Allgemeine  Botanik
Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae - bedeutet soviel wie  "ohne Sonne"). Es sind rund 1700 Arten der Gattung Solanum bekannt. Eine der wichtigsten Arten, die weltweite Bedeutung gewann, ist die Kartoffel (Solanum tuberosum).  Alle oberirdischen Teile der Kartoffel – nicht jedoch die Knollen – enthalten das giftige Alkaloid Solanin, dasin  alle Pflanzen dieser Gattung enthalten ist und ihr den Namen gab.

Bestandteile der Pflanze über der Erde:

1. Blüte

Die sternförmigen Blüten ist weiß oder violett gefärbt. Die Bestandteile der Blütenhülle sind zu einem Kelch verwachsen.Die fünfzipflige Blumenkrone entfaltet sich radförmig. Der Stempel mit dem oberständigen, zweifächrigen Fruchtknoten wird von fünf Staubblättern umstanden. Die länglichen, gelben Staubbeutel legen sich zu einem Kegel zusammen, aus dessen Spitze nur die Narbe hervorragt. Sie hängen schräg nach unten. In den Blüten befindet sich kein Nektar und sie entwickeln fast keinen Blütenstaub.

 

2. Blätter
Die Blätter sind groß, unpaarig und unterbrochen gefiedert, das heißt, große und kleine Fiederblättchen wechseln miteinander ab. Die Blätter brauchen viel Licht,zur Photosynthese und bilden dann die Kartoffelstärke..
 Die ungenießbaren Früchte, botanisch Beeren, sind grün und ähneln unreifen Tomaten Die Samen werden nur zur Züchtung verwendet. 

3. Frucht

Als Frucht bilden die Pflanzen eine vielsamige, etwa kirschgroße Beere. Die grünen, runden Früchte entwickeln sich nach der Bestäubung des Fruchtknotens und ähneln kleinen Cocktailtomaten,werden aber nicht rot und  sind aber nicht essbar! Diese Beeren enthalten das starke Gift Solanin. Tomaten bauen bei der Reife ihr  Gift ab.  Innerhalb der Beere befinden sich viele kleine Samen. Sie werden für die Züchtung von Kartoffeln benutzt.

 

 

 

Bestandteile der Pflanze unter der Erde:
Die Kartoffelpflanze wächst eigentlich mehrjährig, wird im Anbau aber einjährig gezogen. Sie entwickelt sich aus der unterirdischen Sprossknolle, die mehrere so genannte schlafende Augen besitzt.

Die Mutterknolle
Die Mutterknolle ist eine schon gereifte und geerntete Kartoffel, die eingepflanzt wird und aus der die neue Kartoffelpflanze entsteht. Sie bildet unterhalb der Erde Laubsprosse, die zu unterirdischen Ausläufern auswachsen. Daraus wachsen neue Pflanzen. Die Triebe werden bis zu einem Meter lang und sind reich beblättert. Werden die Ausläufer mit Erde bedeckt, bilden sie keine Blätter, sondern Wurzeln.  Die Ausläufer selbst sind keine Wurzeln, sondern Stängel– oder Sprossteile, deren Enden sich verdicken und die neuen Kartoffeln bilden. Deshalb wird die Kartoffel auch als Stängel- oder Sprossknolle bezeichnet. In den Sprossknollen werden vor dem Absterben der oberirdischen Lauftriebe alle Assimilate gespeichert .  Die Knolle wird als Nahrungsmittel verwendet und enthält sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, sowie Stärke und Wasser. Frisch geerntete Kartoffeln enthalten etwa 78 Prozent Wasser, 18 Prozent Stärke, 2,2 Prozent Protein, 1 Prozent Mineralstoffe, 0,1 Prozent Fett und mehrere Vitamine. Ungefähr 75 Prozent des Trockengewichts sind Kohlenhydrate.
Im Ackerbau erfolgt die Vermehrung durch Auslegen der Knollen, aus deren Augen sich aufrechte Laubsprosse entwickeln. Knospen werden als „Augen“ oder „Keime“ bezeichnet und liegen unter den besonders am vorderen Ende dicht stehenden Niederblättern.

Wurzeln
Die Wurzeln versorgen die Pflanze mit Nährsalzen und Wasser aus dem Boden.

Aufgabe

• Lies dir den oben stehenden Text genau durch!
• Beschrifte die Abbildung deines Arbeitsblattes mit den richtigen Fachbegriffen!
• Erkläre, warum dir Kartoffel keine Wurzelknolle, sondern eine Sprossknolle ist!

Die Kartoffelpflanze

Oberirdische Teile

  • weiße, fünfteilige Blüte
  • Sproß
  • mit paarigen Fiederblättern

Kartoffel unterirdisch

  • dicke weiße Ausläufer mit verdickten Enden
  • feine Wurzeln
  • kartoffelknolle

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